The Year 2017
A Collective Chronicle of Thoughts and Observations

Welcome to what is going to be a collective chronicle of the year 2017! This journal will follow the general change that we experience in our daily lives, in our cities, countries and beyond, in the political discourses and in our reflections on the role of artists and intellectuals. Originating from several talks and discussions with fellow artists and thinkers FFT feels the strong need to share thoughts and feelings about how we witness what is going on in the world. Week after week different writers, artists, thinkers and scientists will take the role of an observer as they contribute to this collective diary.

#38; 18. – 24. September
Marcus Steinweg

 

FÜNF DEFINITIONEN

 

1. WAS IST FANTASIE?

Robert Walsers Prosastück Die Glosse schließt mit der Feststellung, dass "viel Unrichtiges" aus "Phantasielosigkeit" geschehe. Vielleicht, weil ohne Fantasie leben, sich dem Faktischen anschließen heißt, statt Realitäten zu imaginieren, die der Faktengläubige Phantasmen nennt. Fantasie ist nicht Fantasterei. Es ist umgekehrt: Wer nicht begreift, dass Fakten phantasmengestützte Realitäten sind, deren Inkonsistenz die künstlerische Fantasie erweist, sitzt einer Tatsachenreligiosität auf, die im Namen von Richtigkeiten Fantasielosigkeit promoviert.

 

2. WAS IST DER KÖRPER?

Der "menschliche Körper ist der Hauptakteur aller Utopien", konstatiert Michel Foucault. Immer sucht er Anschluss an sein Jenseits. Er grenzt an sein Außen, sucht Kontakt zu ihm, überreizt und überfordert sich. Als sei er auf der Suche nach einem unmöglichen Ort. Niemals begnügt er sich mit sich, zu keinem Zeitpunkt ist er inerte Masse. Noch wenn er sich den vegetativen Erfordernissen überlässt, kratzt er an seiner Oberfläche: "Der Körper ist auch ein großer utopischer Akteur, wenn es um Maskieren, Schminken und Tätowieren geht. Wer sich maskiert, schminkt oder tätowiert, erlangt damit nicht, wie man meinen könnte, einen anderen Körper, nur schöner, reicher geschmückt und leichter wiederzukennen. Tätowieren, Schminken und Maskieren sind zweifellos etwas ganz anderes. Dadurch tritt der Körper in Kommunikation mit geheimen Mächten und unsichtbaren Kräften. Maske, Tätowierung und Schminke legen auf dem Körper eine Sprache nieder, eine rätselhafte, verschlüsselte, geheime, heilige Sprache, die auf ebendiesen Körper die Gewalt Gottes, die stumme Macht des Heiligen oder heftiges Begehren herabrufen. Maske, Tätowierung und Schminke versetzen den Körper in einen anderen Raum, an einen anderen Ort, der nicht direkt zu dieser Welt gehört. Sie machen den Körper zu einem Teil des imaginären Raumes, der mit der Welt der Götter oder mit der Welt der Anderen kommuniziert." Immer bereit, ein Außen zu empfangen, winkt der maskierte, tätowierte, geschminkte Körper es herbei, um sich nicht als Gefängnis zu bewohnen, und weil er weiß, dass das Außerhalb des Gefängnisses längst in ihm ist. Die Kraft des Imaginären muss ihn nicht in die narzisstische Verkennung reißen. Solange der Körper sich nicht dem immanenten Außen verschließt, ist er vor der Versuchung zur Selbsteinschließung gefeit. Es ist das narzisstische Subjekt, das sich dem Kontakt mit dem Außen verweigert, um sich in sein Selbstbild einzuschließen, was ihm übrigens nie gelingt. Statt im Maskieren, Tätowieren und Schminken Indizien eines Narzissmus’ auszumachen, müssen wir in ihnen Techniken der Narzissmusresistenz erkennen. Es geht um Kommunikation mit einem Außen, das die Dimension des Heiligen und Göttlichen umfasst. Kommunikation, die im Hier-und-Jetzt der Immanenz geschieht, als Herbeirufung dessen, was längst da ist, statt einer religiösen Transzendenz anzugehören. Der Körper ist transzendenzoffen, insofern es sich um immanente Transzendenz handelt. Ihre Atome sind von dieser Welt. Die Utopie markiert keine Unmöglichkeit. Sie ist in die Immanenz des Lebens eingelassen, weshalb die Kommunikation mit dem Außen Kommunikation mit sich ist, mit den rätselhaften
Anteilen korporaler Existenz.

 

3. WAS IST RELIGION?

Und wenn die Funktion der Religion darin bestünde, uns mit der Inexistenz Gottes zu versöhnen? In seiner Sigmund-Freud-Vorlesung von 2015 scheint Slavoj Zizek dies nahezulegen. Statt Opium fürs Volk zu sein, könnte die "Erfahrung des Göttlichen" das Subjekt mit seiner Negativität verschalten. Die religiöse Erfahrung erwiese sich als gesteigertes "Bewusstsein der Unstimmigkeit und/oder Inkonsistenz der faktisch gegebenen Wirklichkeit." In ihr und durch sie wird dem Subjekt noch seine eigene Inkonsistenz vermittelt, seine primordiale Nichtidentität und Brüchigkeit. Man muss aus dieser Erfahrung keine narzisstisch-triumphale Demut deduzieren. Gott existiert nicht – heißt: Wir schwimmen im dunklen Wasser der Kontingenz. Nichts garantiert einen letzten Sinn. Die Religion lehrt uns, dass wir schon immer verloren waren, es immer noch sind und bleibend sein werden. Doch ist dieses Verlorensein nur ein Synonym für Freiheit. Sartre wusste es, wie auch Schelling und Heidegger. Subjekt ist, was an seine Freiheit grenzt und an einen Abgrund oder das Nichts. Frei zu sein bedeutet nicht, alles tun zu können. Frei ist das Subjekt, weil es sich in einer inkommensurablen Freiheit bewegt, die es auf sich zurückzwingt, aufs Konkrete seiner Situation. Die göttliche Erfahrung ist Inkonsistenzerfahrung als Freiheitserfahrung, die man nicht überhastet "positiv" oder "negativ" nennen kann. Öffnung auf Inkommensurabilität und Kontingenz impliziert die Überschreitung des Registers der etablierten Kommensurabilitäten. Göttlich ist diese Erfahrung nicht, weil sie Gott erfährt, sondern weil in ihr seine Inexistenz durchschlägt. Die "Einsicht in die 'Brüchigkeit' unserer Welt, in ihre Inkonsistent" ist Wissen um die Grund- und Bodenlosigkeit nicht nur des menschlichen Daseins, sondern der gesamten Realität. Zizek hebt zu Recht hervor, dass diese Einsicht im Gegensatz zur Idee einer »absolut selbstimmanenten Wirklichkeit« steht. Diese Idee mit Spinoza, Nietzsche, Foucault und Deleuze zu assoziieren, ist allerdings problematisch, weil diese Philosophen ihren eigenen Begriff fürs Inkommensurable kennen. Spinozas natura naturans, Nietzsches Chaos, Foucaults von Blanchot entliehenes Konzept des Außen und Deleuzes Dimension des transhistorischen Werdens markieren Löcher in der Immanenztextur. Man muss diese Löcher nicht als "Mangel" interpretieren und einer negativistischen Nomenklatur beugen, um ihr Vorhandensein zu deklarieren. Weder Spinoza noch Nietzsche noch Foucault noch Deleuze tappen in die Falle des Immanentismus. Nie geht es darum, Transzendenz durch Immanenz zu substituieren. Es geht darum, die Falschheit solcher Substitutionslogik aufzuzeigen, für die bei Nietzsche die Position des letzten Menschen steht, der die überlieferte Glaubensmetaphysik durch Tatsachenreligiosität ersetzt. Wenn es eine "religiöse" Erfahrung ohne Gott gibt, dann liegt sie in der Infragestellung sämtlicher Religion, die als Substitut des toten Gottes auftritt.

 

4. WAS IST EIN KOLLEKTIV?

Ich nenne Kollektiv eine Gemeinschaft, deren Mitglieder nichts als die Abwesenheit einer objektiven oder absoluten Verbindung verbindet. Das Kollektiv ist vielleicht nichts als die von Georges Bataille und Maurice Blanchot (wenn auch auf unterschiedliche Weise) evozierte Gemeinschaft ohne Gemeinschaft. Das Band, das die im Kollektiv verbundenen Subjekte verbindet, existiert nicht, oder: es ist die faktische Nichtexistenz der Verbindung. Wie also kann man sich ein Kollektiv vorstellen, das sich von allen auf objektive Kriterien oder Normen gegründeten gemeinschaftlichen Gebilden, wie von den absoluten Gemeinschaften, die einen letzten transzendenten Grund beschwören, unterscheidet? Das lateinische colligere, das auf die Lese, das Zusammenlesen, verweist, indiziert bereits die Dynamik des Klaubens, des Zusammensuchens. Colligere bedeutet, seinen Blick schweifen zu lassen, um in der Unübersichtlichkeit, die die Realität ist, ein Minimum an Ordnung herzustellen, indem man ihre Elemente zu gruppieren beginnt. Nun hat man Recht, im Akt der Gruppierung eine Gewalt zu erblicken, die die Gewalt der Vereinfachung ist, der Selektion und Reduktion. Das Kollektiv, das die Gemeinschaft jenseits des Gemeinschaftlichen ist, muss der Idee der Gruppierung einen Widerstand eintragen. Denn offenbar ist das Kollektiv eine Gruppe, deren Mitglieder zu different sind, um sich einem einheitlichen Prinzip zu beugen oder einem gemeinsamen Ideal.

Das Kollektiv, das mir vorschwebt, ist eine unendlich fragile Konstruktion. Eine Gemeinschaft, ja, aber eine Gemeinschaft, die ohne geteilten Grund und ohne geteiltes Ziel auskommen muss. Es ist die Gemeinschaft der Gemeinschaftslosen in dem Sinn, in dem diese Gemeinschaft auf kein anderes Band vertraut als auf das der Verbindungslosigkeit. Deshalb muss von dieser Gemeinschaft schlicht gesagt werden, dass sie nicht existiert. Das ist der äußerste Sinn des Kollektivs: seine Nichtexistenz und Unmöglichkeit. Und dennoch: Wo sich ein Kollektiv bildet oder zu bilden beginnt, dort gibt es bereits ein Minimum an geteilter Ordnung, ein Minimum an Konsistenz, geteilter Hoffnungen und Entwürfe, dort gibt es auch den geteilten Verrat an der Nichtexistenz, die das Kollektiv zuletzt ausmacht. Wenn es keine verbindlichen Maßstäbe gibt, die die Dynamik und Existenz des Kollektivs regeln, dann gibt es kein Kollektiv, oder es gibt dann nur die Nichtexistenz oder die reine Möglichkeit eines latenten Entwurfs. Immer wenn es zur Bildung eines Kollektivs kommt, wird offensichtlich, was verborgen bleiben muss: das Kollektiv selbst als Traum, als Unmöglichkeit und Latenz. Der ontologische Sinn des Kollektivs wäre im Bereich der Träume zu suchen, die mehr als Täuschungen oder Phantasmen sind.

Es gibt den Traum einer Sprache, die rein und umweglos mit sich selbst kommuniziert: den Idealismus des Sich-selbst-sprechen-Hörens. Es gibt den Traum eines Subjekts, das in seiner Selbstevidenz aufscheint, nahezu materielos erstrahlt. Das ist der Traum einer ihre Korporalität überfliegenden Seele, Traum des ewigen selbsttransparenten cogito. Es gibt den Traum eines Wissens, das sich nicht mehr verlassen muss, um bei sich zu sein: absolutes mit sich identisches Wissen, reine Intelligibilität. Es gibt den Traum einer Zukunft, die sich heute bereits vollendet, indem sie sich dem Denken beugt, das sie antizipiert. Es gibt den Traum einer Gemeinschaft, die ihren Sinn aus sich heraus schöpft, ihre Kraft und Plausibilität, ihre Stabilität und Dauer. Traum einer Gemeinschaft, die aus guten Gründen ist, was sie ist.

Das Kollektiv, seine Erscheinung im Raum der Geschichte, markiert einen von diesen Träumen unterschiedenen Traum. Das Kollektiv ist der Traum, der das nur träumerische Bewusstsein – das Imaginäre – unterbricht und an seine Grenzen führt. Traum, der sich als das Unmögliche anerkennt. Das Kollektiv hat keine Apparenz in der Geschichte, die nicht bereits Selbstverrat wäre, und es ist zugleich nichts als diese selbstverräterische Apparenz, nichts als dieser Traum, der sich als Traum anerkennt. Das unterscheidet das Kollektiv von den Phantasmen und Träumen, die der Phantasie einer fundierten, garantierten, teleologisch fixierten Identität entspringen. Im Kollektiv zeigt sich die Grenze des Identitätsphantasmas, da zu ihm beides gleichermaßen gehört: Apparenz und Nichtexistenz. Es ist die Abwesenheit objektiver und absoluter Kriterien, die aus dem Kollektiv eine Unmöglichkeit macht. Und dennoch ist das Kollektiv etwas anderes als die universale Wir-Gemeinschaft der transzendentalen Subjektivität, die der späte Husserl adressiert.

Die transzendentale Subjektivität ist die Wir-Familie von Selbstbewusstseins-Entitäten, die aus ihrer Zugehörigkeit zum transzendentalen Wir den reinen Genuss ontologischer Legitimität beziehen. Die Teilhaberschaft am transzendentalen Wir macht aus dem empirischen Subjekt ein Familienmitglied, das ganz dem Gesetz der Familie – in diesem Fall dem Gesetz, das die transzendentale Subjektivität ist: ein Gesetz, das zur Selbstidentität verpflichtet – untersteht. Ich nenne Kollektiv die Traumfigur einer gesetzlosen Gemeinschaft von Subjekten, die auf nichts als ihre Singularität und ontologische Einsamkeit vertrauen. Vertrauen, das, wie jedes Vertrauen, grundlos ist, blind. Man könnte den Unterschied zwischen dem Subjekt der Wir-Subjektivität und der Singularität dieses hyperbolischen Vertrauens so formulieren: Das Subjekt der Wir-Gemeinschaft vertraut nicht, weil es weiß. Es ist Selbstbewusstseinssubjekt, dessen Telos originär gegeben zu sein scheint; programmiertes Wissen, das im Rahmen einer ihm vorgegebenen Identität verbleibt. Subjekt seiner Gewissheiten, Meinungen, Hoffnungen und Ängste, die nie ganz von ihm Besitz nehmen werden – dessen kann es gewiss sein –, da es sie als geteilte Freuden und Sorgen weiß. Dieses Subjekt wird nicht aus dem Rahmen fallen, es kann es nicht. Es ist restlos in seine ontologische Familie verspanntes Subjekt. Alle seine Erlebnisse sind Familienausflüge, keine Erfahrung wird es an die Grenze seiner Familiarität führen.

Das Subjekt aber, das ich Subjekt des Kollektivs nenne, ist ein unmittelbar auf die Grenze dieser Familiarität bezogenes Subjekt: Subjekt ohne Subjektivität. Statt von der transzendentalen Schirmherrschaft der universalen Subjektivität zu profitieren, bewegt sich dieses Subjekt mit anderen Subjekten ungleich schutzloser in seinem Raum. Inmitten der einen Welt träumt es den Traum einer Gemeinschaft von Subjekten, deren Zusammenschluss voraussetzungslos bleibt. Denn die einzige Welt ist bereits dies: Lebensraum von Subjekten, die sich nicht zu oft darüber täuschen sollten, dass sie in einem intimen Kontakt zum Inkommensurablen stehen, zur Inkonsistenz ihres Lebens selbst.

Was ist ein Kollektiv? Ein Kollektiv ist ein Traum mit Wahrheitswert. Traum, der mehr ist als ein Traum, ohne deshalb schon Wirklichkeit zu sein. Das Subjekt des Kollektivs bewegt sich auf der Trennscheide zwischen Möglichem und Unmöglichem. Es hört nicht auf, den Traum einer Menschheit ohne Außen zu träumen, während es dieses Außen als eigentlichen Lebensraum des Menschen anerkennt. Das Kollektiv ist die Verbindung aller Menschen unter dem Maßstab der Maßstabslosigkeit, die ich das Inkommensurable nenne oder die Wahrheit des Subjekts, solange Wahrheit nichts als die Nichtexistenz einer zweiten Welt indiziert. Im Kollektiv realisiert sich, was seiner Repräsentation im Raum der Apparenzen widersteht: der Traum einer Gemeinschaft von Subjekten, die, ohne einander zu kennen oder zu verstehen, den Raum ihrer Leben, ihres Glücks und ihrer Demütigungen teilen, um im Hier und Jetzt der geteilten Welt neue Lebensformen zu erkunden, ein neues Denken, eine andere Realität.

 

5. WAS IST DISSIDENZ?

Man könnte von der Kontingenzoffenheit künstlerischer Praxis sprechen. Aufmerksamkeit auf die Welt ist Aufmerksamkeit auf ihre Kontingenz. Sie ist, wie sie ist. Sie muss aber nicht so sein. Das Kontingente umschreibt das Nicht-Notwendige. Der gesteigerte Realismus des Denkens verlangt die Anerkennung dieser Nicht-Notwendigkeit. Er impliziert Auseinandersetzung mit den bestehenden ökonomischen, politischen, kulturellen, militärischen, sozialen etc. Realitäten durch ein gewisses Maß an Dissidenz. Das heißt nicht, dass er von diesen Realitäten absieht. Er verweigert ihnen ihre Autorität über sich. Wenn es so etwas wie Dissidenz von den dominanten Dispositiven und Imperativen gibt, dann in der intensivierten Auseinandersetzung mit ihrer Brüchigkeit. Ein Wort für diese Brüchigkeit ist Kontingenz. Ein anderes wäre Inkonsistenz. Es gibt Verbindungen unter allen denkenden wie künstlerisch aktiven Subjekten durch diese gemeinsame, wenn auch oft getrennt vollzogene Kontingenzoffenheit, die Arbeit an der Transformation des Bestehenden ist. Sie ist deshalb weder einfach negativ noch erschöpft sie sich in der Absetzung von der aktualen Realität. Ihr Motor ist die Affirmation des Unbestimmten. Sie bejaht das Bild einer gesichtslosen Zukunft, statt in idealistische Projektionen oder utopistische Träumereien zu regredieren.

 

 

 

Marcus Steinweg geb. 1971, lebt und arbeitet als Philosoph in Berlin. Er war Dozent an der HBK Braunschweig und Gastprofessor an der HfBK Hamburg und lehrt augenblicklich als Stellvertretungsprofessor an der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen: "Behauptungsphilosophie" (Berlin: Merve 2006), "Duras" (with Rosemarie Trockel, Berlin: Merve 2008), "Politik des Subjekts“ (Zürich/Berlin: Diaphanes 2009),"Aporien der Liebe" (Berlin: Merve 2010), "Kunst und Philosophie / Art and Philosophy" (Cologne: Walter König: 2012), "Philosophie der Überstürzung" (Berlin: Merve 2013), "Inkonsistenzen" (Berlin: Matthes & Seitz 2015), "Evidenzterror" (Berlin: Matthes & Seitz 2015) und "Gramsci Theater" (Berlin: Merve 2016). Die englischsprachige Fassung einiger seiner Bücher erscheint 2017 bei The MIT Press.

#1 January 1st - 8th Jacob Wren

#2 January 9th - 15th Toshiki Okadajapanese version

#3 January 16th - 22nd Nicoleta Esinencuromanian version

#4 January 20th - 30th Alexander Karschnia & Noah Fischer

#5 January 30th - February 6th Ariel Efraim Ashbel

#6 February 6th - 12th Laila Soliman

#7 February 13th - 19th Frank Heuel – german version

#9 February 26th - March 5th Gina Moxley

#10 March 6th - 12th Geoffroy de Lagasnerie – version française

#11 March 13th - 19th Agnieszka Jakimiak

#12 March 20th - 26th Yana Thönnes

#13 March 30th - April 2nd Geert Lovink

#14 April 3rd - 9th Monika Klengel – german version

#15 April 10th - 16th Iggy Lond Malmborg

#16 April 17th - 23rd Verena Meis – german version

#17 April 24th - 30th Jeton Neziraj

#18

#19

#20 May 15th - 21st Bojan Jablanovec

#21 May 22nd - 28th Veit Sprenger – german version

#22 May 29th - June 4th Segun Adefila

#23 June 5th - 11th Agata Siniarska

#24

#25 June 19th - 25th Friederike Kretzengerman version

#26 June 26th - July 2nd Sahar Rahimi

#27 July 3rd - 9th Laura Naumanngerman version

#28 July 10th - 16th Tom Mustroph – german version

#29 July 17th - 23rd Maria Sideri

#30 July 24th - 30th Joachim Brodin

#31

#32

#33 August 14th - 20th Amado Alfadni

#34

#35 August 28th - September 3rd Katja Grawinkel-Claassen – german version

#36

#37

#38 September 18th - 24th Marcus Steinweg

titel1

10.6. #future politics No3 Not about us Without us FFT Juta

Geoffroy de Lagasnerie Die Kunst der Revolte

21.1. #future politics No1 Speak TRUTH to POWER FFT Juta

Mark Fisher
We are deeply saddened by the devastating news that Mark Fisher died on January 13th. He first visited the FFT in 2014 with his lecture „The Privatisation of Stress“ about how neoliberalism deliberately cultivated collective depression. Later in the year he returned with a video-lecture about „Reoccupying the Mainstream" in the frame of the symposium „Sichtungen III“ in which he talks about how to overcome the ideology of capitalist realism and start thinking about a new positive political project: „If we want to combat capitalist realism then we need to be able to articulate, to project an alternative realism.“ We were talking about further collaboration with him last year but it did not work out because Mark wasn’t well. His books „Capitalist Realism“ and „The Ghosts of my Life. Writings on Depression, Hauntology and Lost Future“ will continue to be a very important inspiration for our work. 

Podiumsgespräch im Rahmen der Veranstaltung "Die Ästhetik des Widerstands - Zum 100. Geburtstag von Peter Weiss"

A Collective Chronicle of Thoughts and Observations ist ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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